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Newsletter Thalia und Schule

Thalia und Schule                                                                                                                                                        

Email Newsletter 2017 & 2018       

Januar 2018                                                                                                                                                                                                        thaliaundschule@thalia                                          

Theaterpädagogik 040.328 14-139

Gruppenkarten 040.328 14-422                               

                                                          

 

Liebe Lehrerinnen und Lehrer,

wir möchten Sie im ersten Thalia und Schule-Email-Newsletter 2018 über einige Highlights des Festivals „Um alles in der Welt – Hamburger Lessingtage“ informieren, für die wir Ihnen und Ihren Schülergruppen noch Schulgruppenkarten anbieten können.

 

Die Thalia-Lounge: Thema Demokratie am Mo 15.1.2018, 17.30 Uhr Nachtasyl Thalia Theater Eintritt frei stellt Ihnen des Lessingtage-Programm vor, u.a. die Schülerkunstaktion  Demokratie ist und Ausschnitte aus dem Film Orte der Demokratie, einem Videoprojekt mit Schülergruppen.

„Ganz offenbar ist die hohe Kunst der Demokratie in Gefahr. Künstler in ganz Europa reagieren hierauf und sind, ebenso wie Journalisten, in vielen Ländern bedroht. Wir müssen uns dieser Realität stellen. Wir widmen die Lessingtage 2018 allen verfolgten Künstlerinnen und Künstlern und Intellektuellen und erinnern daran, dass viele von ihnen mit Arbeitsverbot belegt werden, in Haft sind oder im Exil leben müssen und nur noch unter persönlichem Risiko in der Öffentlichkeit auftreten können.“( Lux/Lochte)

Mit der Dramaturgin und Festival-Kuratorin Julia Lochte, der Ausstatterin Ute Radler, die die Schülerkunstaktion konzipiert hat und mit Kerstin Steeb vom Video-Projekt.

 

1993 von Aurélien Bellanger Regie Julien Gosselin Französisch mit deutschen Übertiteln

Die heutige Jugend Europas, Mittzwanziger des Geburtsjahrs 1993, sucht nach Orientierung. Was bedeutet es, in einem Europa ohne Grenzen geboren zu sein? -  Der Eurotunnel wird für die illegale Einreise nach Großbritannien benutzt, neben Coquelles lag der „Dschungel von Calais“, mit seinen Tausenden Geflüchteten. „1993“ erzählt von der Wut, der Vision und dem Abgleiten einer Generation, ästhetisch ebenso konsequent wie radikal. Bilder mit enormer suggestiver Kraft treffen auf Texte zwischen Essay, Manifest und reiner Poesie.
Julien Gosselin ist das vielleicht wichtigste Talent des zeitgenössischen Theaters in Frankreich. Seine Arbeiten sind u.a. in Avignon, Paris und Brüssel zu sehen. Am Théâtre National de Strasbourg (TNS) ist er artiste associé. Dort entstand „1993“ als Stückentwicklung zusammen mit zwölf jungen Schauspielerinnen und Schauspielern.

Mi 24.1./Do 25.1.2018 jeweils 19.30 Uhr Thalia Theater Dauer 1 Stunde 45 Minuten

 

Entlang den Gräben. Eine Reise durch das östliche Europa bis nach Isfahan

Lesung, Gespräch und Musik mit dem Buchautoren Navid Kermani, Außenminister Sigmar Gabriel, dem Schauspieler Sebastian Rudolph und der ukrainischen Komponistin und Sängerin Mariana Sadovska. Moderation Lothar Gorris (Der Spiegel)
Ein immer noch fremd anmutendes, von Kriegen und Katastrophen zerklüftetes Gebiet beginnt östlich von Deutschland und erstreckt sich über Russland bis zum Orient. Navid Kermani ist entlang den Gräben gereist, die sich gegenwärtig in Europa neu auftun: von seiner Heimatstadt Köln nach Osten bis ins Baltikum und von dort südlich über den Kaukasus bis nach Isfahan, der Heimat seiner Eltern. Mit untrüglichem Gespür für sprechende Details erzählt er in seinem Reisetagebuch von vergessenen Regionen, in denen auch heute Geschichte gemacht wird, und von Menschen, deren Geschichten wahr sind und sich doch widersprechen.

Fr 26.1.2018, 20 Uhr Thalia Theater

 

Imitation of Life (Látszatélet) Regie Kornél Mundruczó

Ungarisch mit deutschen und englischen Übertiteln

In seiner europaweit gefeierten Arbeit „Imitation of Life“ vom Proton Theatre in Budapest entwirft Mundruczó mit lakonischer Direktheit eine politische Studie über Identitäten und Realitäten in einem zunehmend extremistischen Europa. Das Stück basiert auf einem realen Fall in Ungarn: Ein junger Mann attackiert einen Jugendlichen mit einem  Schwert, beide sind Roma, wie sich allerdings erst später herausstellt. Das Stück macht auf die Suche nach einer möglichen Lebensgeschichte des Täters. An den Beginn stellt er eine Filmszene: Angesichts der Zwangsräumung ihrer Wohnung erzählt eine Romni ihre Geschichte von Gewalt, Herkunft, Ausgrenzung, Hass. Und von ihrem Sohn, der die Familie verleugnete und verließ, um sich neu zu erfinden. Dann wird die Leinwand hochgezogen und wir blicken in die verwahrloste Wohnung. Unerbittlich setzt sich der unvermeidbare Lauf der Dinge wortwörtlich in Bewegung: Der Bühnen-raum dreht sich einmal um 360°: Zurück bleibt nach dieser minutenlangen, gespens-tischen Szene ein Trümmerhaufen. Ein verstörend starkes Bild für eine Welt, der jegliche Orientierungspunkte abhandengekommen sind.

Di 30.1.2018, 19.30 Uhr Thalia Theater Dauer: 1 Stunde 30 Minuten

 

Stadtführungen zu Lessing Dauer: Jeweils ca. 2 Stunden

Leitung Michael Grill, Stadtführer

Karten nur im VVK an der Thalia Tageskasse Eintritt Jeweils Euro 12.-/ 10.-

 

Lessing und die bürgerliche Freiheit in Hamburg

Der Weg zu unserer heutigen Demokratie war ein langwieriger und dorniger. Schon zu Lessings Zeiten waren Aufklärung und Wissenschaften in Hamburg weit verbreitet mit einer relativen Freiheit seiner Bürger. Doch die Segnungen der Aufklärung, wie u.a. eine recht freie und umfängliche Presse erreichten nur eine Minderheit der Bewohner der Stadt, in der seit 1712 der Rat und die Erbgesessen Bürgerschaft gemeinsam Träger der Staatsgewalt wurden. Auf Lessings Spuren wandern wir durch Hamburg und fragen, wie Freigeister in dieser, durch Kaufmannsgeist, bürgerliche Freiheiten und Konser-vatismus geprägten Stadt Ideen von Aufklärung, einem anderen Kunstverständnis und Theaterreformen ausagieren konnten und an welche Grenzen sie stießen.

Mi 24.1.2018, 11 Uhr Treffpunkt: Thalia-Theater

 

Hamburg und die europäische Einwanderung

Auf einem Spaziergang durch die Neustadt, Lessing mitdenkend, beschäftigen uns die Männer und Frauen aus Portugal, Spanien, Skandinavien, Italien, Russland und  den Niederlanden, die jahrhundertelang diese Stadt mitgestalteten.

Und wir blicken auf den Umgang mit Minderheiten zu Lessings Zeiten, die ausgegrenzt, aber zum ökonomischen und kulturellen Fortschritt der Stadt beigetragen haben

So 21.1.2018, 11 Uhr / Mi 31.1.2018, 11 Uhr 

Treffpunkt: U-Bahn Landungsbrücken (Ausgang: Hafentor/Eichholz)

 

Karten für Schülergruppen erhalten Sie unter 040.328 14-422. Lehrerinnen und Lehrer erhalten als Begleitperson eine Freikarte, dieses Angebot gilt nicht für die Lessingführungen.

Mit freundlichen Grüßen

     

Herbert Enge und Anne Katrin Klinge

 

 

+++ Die nächsten Premieren: "Performing Embassy of Hope" Regie Gernot Grünewald am 19.1. im Thalia in der Gaußstraße +++ "Michael Kohlhaas" nach Heinrich von Kleist Regie Antú Romero Nunes am 21.1. +++ Tipp: Der nächste Termin der "Trilogie meiner Familie. Liebe - Geld - Hunger" nach Emile Zola, Regie Luk Perceval: 14.1. +++ Lessingtage 2018 vom 19.1. bis 4.2.2018  +++

Letzte Änderung am Donnerstag, 11 Januar 2018 16:30

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